Selbstsicherheits- und soziales Kompetenztraining

Was sind Ziel und Inhalt des Trainings?

Ziel des Trainings ist, grundlegende Fertigkeiten für den Umgang mit anderen Menschen zu erlernen bzw. zu verbessern. Das Training bezieht sich auf 3 Situationstypen:

  • Eigene Rechte durchsetzen: berechtigte Forderungen stellen und Forderungen anderer ablehnen, auch Nein sagen und sich abgrenzen.
  • Kommunikation in Beziehungen: eigene Bedürfnisse und Gefühle mitteilen und mit den Bedürfnissen des anderen in Einklang bringen.
  • Um Sympathie werben: Kontakte zu anderen Menschen herstellen und halten, und jemanden um Hilfe bitten.
Selbstsicheres Verhalten kann man genauso lernen, wie andere Verhaltensweisen auch. Niemand kommt selbstsicher oder unsicher auf die Welt. Wenn jemand schon von Kindheit an beobachtet hat, wie man sozial kompetent auftritt und oft die Gelegenheit hatte, dies auszuprobieren, hat er kompetente Verhaltensweisen gelernt. Jemand, der diese Möglichkeiten nicht hatte, weiß einfach nicht so gut, wie das geht.
 
Auch kann man selbstsicheres Verhalten z. B. durch eine Depression oder Angsterkrankung wieder verlernen, da man sich immer weniger zutraut und soziale Herausforderungen immer mehr vermeidet.
 
Das Gute ist aber, dass man jederzeit eine Veränderung bewirken kann. Wir fangen beim Verhalten an und üben, mit einer schwierigen sozialen Situation anders umzugehen. Wenn man dies immer wieder und in immer mehr Situationen tut, wird das Verhalten allmählich zur Gewohnheit. Die Gewohnheiten beeinflussen mit der Zeit die gesamte Persönlichkeit, also die Einstellung, das Denken, Fühlen und Handeln.
 
Im Training werden Ihnen Informationen vermittelt und praktische Übungen durchgeführt. Sie bekommen die Möglichkeit, sicheres Auftreten in Rollenspielen auszuprobieren und zu verbessern.
 

Für wen ist dieses Angebot geeignet?

Für alle Menschen mit Schwierigkeiten oder ängsten im Umgang mit anderen. Zum Beispiel Menschen mit einer Sozialen Phobie, einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung oder ängsten im Umgang mit anderen im Rahmen anderer Diagnosen. Aber auch Menschen, die anderen „zu viel“ sind oder die Erfahrung haben, mit anderen immer wieder in Konflikte zu geraten oder von anderen nicht verstanden zu werden.
 

Wie läuft die Gruppe ab?

Die Gruppe findet an 10 Terminen, jeweils 100 Minuten, statt. Die Termine sind wöchentlich. Die Kosten werden in der Regel durch die Krankenkassen/andere Kostenträger übernommen. Die Gruppengröße umfasst ca. 6-9 Teilnehmer. In den Schulferien finden in der Regel keine Termine statt.